Gnu

Gnu 〈n. 15; Zool.〉 Mitglied einer afrikanischen Gattung der Kuhantilopen: Connochaetes [<hottentott. gnu]

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Gnu, das; -s, -s [hottentott. ngu]:
(in den Steppen Süd- u. Ostafrikas heimische) Antilope mit großem, gebogene Hörner tragendem Kopf, kurzem, glattem Fell u. einer Mähne an Stirn, Nacken, Hals u. Brust.

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GNU
 
[sprich: G-nju, Abk. für GNU's Not Unix, dt. »GNU ist nicht Unix« (GNU ist ein ein rekursives Akronym, d. h., das Akronym selbst ist Teil des ausgeschriebenen Namens; GNU selbst hat ansonsten keine Bedeutung], ein 1984 von Richard Stallman ins Leben gerufenes Projekt, das zum Ziel hatte, ein komplett freies, Unix-ähnliches Betriebssystem zu entwickeln. Hintergrund für diese Initiative war, dass AT&T 1983 begann, sein Unix-Betriebssystem (Unix) kommerziell zu vermarkten, was zu hohen Lizenzgebühren führte. (Zuvor war dies der Firma aufgrund eines Gerichtsurteils untersagt; das Urteil wurde jedoch hinfällig, nachdem sich AT&T von einigen Tochterfirmen getrennt hatte.)
 
Der erste Schritt war eine neue Version des EMACS, die Stallman schrieb und dann kostenlos anbot. Weitere Bausteine des GNU-Systems kamen in den darauf folgenden Jahren hinzu, bis es 1990 fast vollständig war. Was noch fehlte, war ein Kernel. Im Jahr 1991, kurz nachdem man begonnen hatte, einen eigenen Kernel (zunächst »Alix«, später Hurd genannt) zu entwickeln, wurde Linux bekannt, das von dem finnischen Studenten Linus Torvalds entwickelt worden war. Er stellte es dem GNU-Projekt zur Verfügung, sodass das System nun komplett war. Dennoch wurde auch der GNU-eigene, auf Mach aufsetzende Mikro-Kernel »GNU Hurd« weiterentwickelt. Er befindet sich jedoch noch in der Testphase.
 
Die GNU-Software sollte als »freie Software« jedermann zur Verfügung gestellt werden. Zu diesem Zweck gründete Stallman 1985 die Free Software Foundation. Die gewährten Freiheiten bestehen darin, dass die Programme für alle Zwecke eingesetzt werden dürfen, dass jedem Benutzer der Quellcode zur Verfügung steht und er diesen nach den eigenen Bedürfnissen verändern kann. Jeder ist auf der anderen Seite verpflichtet, bei Weitergabe des Programms dies kostenlos zu tun (lediglich die für Vervielfältigung, Versand etc. anfallenden Kosten dürfen in Rechnung gestellt werden) und auch den Quellcode eigener Weiterentwicklungen und Modifikationen der Programme jedem kostenlos zugänglich zu machen. Diese Regelungen sind in einer Lizenz, der GNU General Public Licence (GNU GPL), festgelegt. Inzwischen wurde eine große Anzahl von Programmen von Entwicklern aus aller Welt im Rahmen des GNU-Projekts erstellt.

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Gnu, das; -s, -s [hottentott. ngu]: (in den Steppen Süd- u. Ostafrikas heimische) Antilope mit großem, gebogene Hörner tragendem Kopf, kurzem, glattem Fell u. einer Mähne an Stirn, Nacken, Hals u. Brust.

Universal-Lexikon. 2012.

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